SinoNet: WG: Vergangenheitsaufarbeitung in China, Di, 5.3.2019, 18 Uhr

Agnes Schick-Chen agnes.schick-chen at univie.ac.at
Di Mär 5 11:01:21 CET 2019



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Agnes Schick-Chen [mailto:agnes.schick-chen at univie.ac.at] 
Gesendet: Montag, 04. März 2019 17:31
An: 'SinoNet' <sinonet-bounces at lists.univie.ac.at>
Betreff: WG: Vergangenheitsaufarbeitung in China, Di, 5.3.2019, 18 Uhr

Ein Hinweis auf eine Veranstaltung morgen, 5. März, also leider wieder einmal frei nach dem Motto besser spät als nie... Sorry!!!

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Das Institut für Ostasienwissenschaften lädt Sie herzlich zu folgender Veranstaltung ein: 

Vergangenheitsaufarbeitung in China 

Was leisten die Chinawissenschaften? Wiener WissenschaftlerInnen geben Einblick in ihre Forschung 


Diskussion, Round Table 

AULA AM CAMPUS DER UNIVERSITÄT WIEN
Spitalgasse 2-4 / Hof 1.11, 1090 Wien 

Di, 5.3.2019 18-20 Uhr 

Eintritt frei! Keine Anmeldung erforderlich. 


Millionen Chinesen und Chinesinnen wurden Opfer von Terror und Willkür während der sogenannten „Kulturrevolution". In der Volksrepublik China ist die Kommunistische Partei, die 1966 diese Bewegung ausgerufen hatte, immer noch an der Macht. Wie arbeitet man in der Volksrepublik China, in der es seither keinen politischen Regimewechsel gegeben hat, die eigenen Erfahrungen von Terror und Willkür auf? 

In dieser Podiumsdiskussion analysieren Sinologinnen und Sinologen am Institut für Ostasienwissenschaften das politische, gesellschaftliche und ästhetische Erbe dieser Zeit und geben Einblick in ihre jüngsten Veröffentlichungen zur Kulturrevolution. Diese Podiumsdiskussion für eine interessierte Öffentlichkeit soll einen Blick über unseren europäischen „Tellerrand" bieten: Der Zusammenbruch des politischen Regimes und ein neues politisches System markieren immer den Anfang einer Vergangenheitsaufarbeitung in Europa - genau davon kann in China keine Rede sein. 

Die kontinuierliche Herrschaft der Kommunistischen Partei bleibt unangefochten, trotzdem werden von den politischen Machthabern Freiräume der innerchinesischen Diskussion über Schuld und Rehabilitation geöffnet und auch wieder geschlossen. Auch Zensur und Repression können die innerchinesische Diskussion nicht stoppen, sondern bestenfalls umlenken.
Diese Podiumsdiskussion versucht zu klären, warum und wie Zeitzeugen, Schriftsteller und Filmregisseure die Kulturrevolution und ihre Opfer thematisieren, wie manche Zeitzeugen die Kulturrevolution und Mao Zedong glorifizieren, während andere Gruppen den Opfern gedenken wollen. Wir fragen aber auch, wie die Kulturrevolution auch in den Familien diskutiert und ‚am Leben' gehalten wird. 

Diese Veranstaltung soll stellvertretend an dieser Thematik auch konkret sichtbar machen, welchen Beitrag das Fach Sinologie leistet. Sie kann auch das aussprechen und in den Mittelpunkt stellen, was innerhalb Chinas nicht sagbar ist. Zugleich stellt sich damit aber auch die Frage, welche methodischen und theoretischen Herausforderungen sich daraus ergeben. 

Am Podium sind: 

Dr. habil. Sascha Klotzbücher, Institut für Ostasienwissenschaften, Universität Wien 

Ao. Prof. Dr. Agnes Schick-Chen, Institut für Ostasienwissenschaften, Universität Wien 

Prof. Dr. Susanne Weigelin-Schwiedrzik, Institut für Ostasienwissenschaften, Universität Wien 

Gesprächsleitung: Dr. Helmut Opletal, Institut für Ostasienwissenschaften, Universität Wien 



Nähere Informationen:
https://t.co/YHq1uU9UgG 
  
https://twitter.com/SinoVienna/status/1092795554210463744 

Kontakt: 
Institut für Ostasienwissenschaften - Sinologie Sinologie.ostasien at univie.ac.at
01-4277-43840 


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                    Aussendung der Universität Wien
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           Diese E-Mail wurde verschickt von Barbara Riefler.
               Siehe: http://zid.univie.ac.at/massenmail/
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