SinoNet: Einladung zu den Hiroshimatags-Veranstaltungen

Josef Baum baum.josef at gmx.at
Mo Jul 18 15:53:48 CEST 2011


Zur Info zu zu den Hiroshimatags-Veranstaltungen
ZusatzInfo: Am Samstag ist ein Projekt zur Zukunft der Kernenenergie in 
China für 2012 eingereicht worden.
Mfg
Josef Baum

-------- Original-Nachricht --------
Betreff: 	[austrian_social_forum] Betrifft Frieden Nr 1 2011
Datum: 	Mon, 18 Jul 2011 13:52:53 +0200

	

	

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde!

Einladung zu den Hiroshimatags-Veranstaltungen
Friedensrat zur Katastrophe in Japan und zur weltweiten Atomnutzung

...
Andreas Pecha und Alois Reisenbichler
Friedensbüro Wien


HIROSHIMA UIND NAGASAKI MAHNEN:
FÜR EINE WELT FREI VON ATOMWAFFEN!

Samstag, 6. August 2011 ab 18.00 Uhr
Wien 1, Stephansplatz

Ausstellung zu den Atombombeneinsätzen, Präsentation von Grußbotschaften,
Musik und Ansprachen

20.30 Uhr: Laternenmarsch vom Stephansplatz zum Teich vor der Karlskirche

Die Wiener Friedensbewegung wird auch heuer wieder gemeinsam mit der
Hiroshima Gruppe Wien ihre traditionelle Veranstaltung zum Gedenken an die
Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki durchführen.

Das renommierte Stockholmer Friedensinstitut SIPRI stellt in seinem neuen
Jahresbericht fest, dass nicht nur die Rüstungsausgaben weltweit weiter
beunruhigend angestiegen sind (1.630 Billionen Dollar, davon 43 % die USA
alleine), auch die atomare Abrüstung ist zum Stillstand gekommen. In den
Arsenalen der acht besitzenden Staaten gibt es rund 21.000 Sprengköpfe,
davon mehr als 2000 in höchster Alarmbereitschaft, das heißt sofort
einsetzbar. Die fünf anerkannten Atomwaffenstaaten nehmen entweder neue
atomare Waffensysteme in Betrieb, entwickeln solche bzw. haben die Absicht,
dies weiter zu tun. Indien, Pakistan und Israel sind dabei, ihre
Trägersysteme mehr und mehr auszubauen und zu modernisieren.

All dies zeigt, dass die Lehren aus Hiroshima und Nagasaki immer noch
traurige Aktualität besitzen: Die Vernichtung aller Atomwaffen ist eine
weiterhin nicht erfüllte Forderung, unser Engagement für eine Welt ohne
Atomwaffen und ohne Krieg ist notwendiger denn je! Die verheerende Beben-
und Tsunami-Katastrophe, die so viele bedauernswerte Menschenleben in Japan
gefordert hat, hat auch wieder deutlich die Gefahr der so genannten
friedlichen Nutzung der Kernenergie gezeigt: Fukushima ist eine deutliche
Mahnung für den Ausstieg aus der Atomkraft, denn es zeigt die hohen Risiken
und die unbeherrschbare Bedrohung der Atomkraftnutzung auf. Ein Nein zur
Kernenergie ist auch ein Nein zu Atomwaffen und ein Eintreten für eine
atomwaffenfreie Welt.

Krieg ist immer eine Niederlage der Menschheit -  trotzdem ist Krieg
vielfach ein Mittel der Politik. Aufrüstung steht in vielen Ländern auf dem
Programm. Soziale Gerechtigkeit heißt auch die Rüstung einsparen, damit
mehr
Mittel für alle da sind

Hiroshima Gruppe Wien, LehrerInnen für Frieden, Österreichischer
Friedensrat, Wiener Friedensbewegung, OMEGA - IPPNW Österreich, ChristInnen für die
Friedensbewegung

Informationen und Grußbotschaften: http://www.hiroshima.at

Bei Schlechtwetter wird die Veranstaltung im Dom-Cafe, 1010 Wien,
Stephansplatz 3 stattfinden

Am Dienstag, 9. August 2011, wird ab ca. 19.00 Uhr mit einer traditionellen
Buddhistischen Lichterzeremonie bei der Wiener Friedenspagode der Opfer von
Hiroshima und Nagasaki gedacht (Wien 2, Hafenzufahrtsstraße; Bus 80B bis
Buddhistisches Zentrum).

Am Samstag, 13. August 2011, findet von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr in der
FußgängerInnenzone vor dem Rathaus in Melk (NÖ) die
Hiroshima-Gedenkveranstaltung der Bezirksfriedensinitiative Melk statt.

Hiroshimaaktion in Linz: nähere Infos in Kürze auf
http://www.solidarwerkstatt.at/ und http://www.hiroshima.at



*******

Der Österreichische Friedensrat zur Katastrophe in Japan und zur weltweiten
Atomnutzung

Vorstand und Mitglieder des Österreichischen Friedensrates verneigen
sich in Anteilnahme und Respekt vor den Opfern der Naturgewalten, die 2011 Teile
Japans verwüstet und zu einem gefährlichen atomaren Störfall in einigen
Kernkraftwerken des Landes geführt haben. Wir hoffen, dass die Überlebenden
der betroffenen Regionen wieder zu einem geordneten und sicheren Alltag
zurückfinden können und dass es gelingt die Auswirkungen der
Atomkatastrophe auf ein Minimum zu beschränken.

Die Lehre aus diesen Ereignissen muss aber eine vollkommene und radikale
Abkehr von der nicht beherrschbaren Kernenergienutzung sein. Diese Option
bedeutet zwar den Einsatz hoher finanzieller Mittel und die Anwendung
hochtechnisierter Methoden bei der Stilllegung der Atomkraftwerke und der
Betriebe der Nuklearindustrie, aber sie eröffnet die Möglichkeit des
unumkehrbaren Umstiegs auf alternative, risikoarme und erneuerbare
Energieformen.

Selbst in den als besonders sicher bezeichneten AKWs können Störfälle
auftreten, nicht zuletzt begünstigt durch ein falsches Spardenken und durch
Schlamperei der Betreiberfirmen. Der Einwand, das Erdbeben und seine
Folgen
hätten in Japan tausende Tote gefordert, der atomare Störfall bis jetzt
aber
keine Opfer, zeigt die Kaltschnäuzigkeit und Menschenverachtung der
Atomlobbyisten. Die Tragödien spielen sich bei den Helfern ab, die
versuchen
eine totale Kernschmelze zu verhindern und bei den vielen Menschen im
Umkreis der Kernkraftanlagen, die möglicherweise Jahrzehnte lang einer
Verstrahlung und einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt sind.

Im Zusammenhang mit der wechselseitig verknüpften zivilen und militärischen
Atomnutzung dürfen sich die jetzt erhobenen Forderungen nicht nur auf die
Kernkraftwerke beschränken. Der Atomausstieg muss auch ein Verbot und die
Zerstörung aller Atomwaffen umfassen.

Nutzen wir die Gunst der Stunde für einen umfassenden Widerstand gegen
Atomwaffen und AKWs.






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