SinoNet: Schönes neues Buch erschienen!

Jacqueline and Martin Winter dujuan99 at gmail.com
Sa Sep 25 21:16:24 CEST 2010


Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

wie manche von Ihnen/Euch bereits wissen, ist ganz kürzlich ein sehr schönes, reichhaltiges und vielseitiges Buch über die letzten zehn Jahre an Kunst und Kultur in China erschienen. Es sind auch mindestens drei oder vier Österreicher unter den ersten zehn Autorinnen, oder so ähnlich. Katharina Schneider-Roos, derzeit in Basel, hat das Projekt organisiert und durchgeboxt, zusammen mit Stefanie Thiedig in Beijing. Es gibt jeweils mehrere Beiträge zu den Themen Bilder, Film, Fotografie, Performance, Theater, Tanz, Musik, Dokumentar-Journalismus, Architektur, Verlagswesen, Internet und Literatur. Ingrid Fischer-Schreiber aus Linz (ars electronica etc.) hat neben ihrer Arbeit für die Schweizer Kulturpräsentation an der Expo in Shanghai einen sehr interessanten Artikel über Internet-Literatur in China verfasst. Ich habe versucht, einen Überblick über verschiedene Sparten der Literatur der letzten Jahre zu geben. Daraus ist dann auch ein Vortrag entstanden, den ich im Juli bei der EACS-Konferenz in Riga gehalten habe. Und zu diesem Vortrag gibt es einen Artikel auf Englisch. Aber hier ist erst mal der Titel des Buches:

Katharina Schneider-Roos und Stefanie Thiedig (Hgg.): Culturescapes China. Chinas Kulturszene ab 2000. Basel: Christoph Merian 2010.

Hier ist der Link zur relevanten Internetseite des Verlags:
http://www.merianverlag.ch/buecher/detail.cfm?ObjectID=405BFDDE-1422-0CEF-7634DCDF4F55C7BD
Und hier ist der Link zu Culturescapes:
http://culturescapes.ch/publication_112

Wer sich für das Buch interessiert, kann von Katharina und mir gerne nähere Information erhalten.

Mein Artikel ist auch auf meinen Blogs zu finden, als kleiner Appetithappen sozusagen: http://blogs.yahoo.co.jp/dujuan99nihon/33107737.html. Der englische Artikel ist ein bisschen anders, nicht so detailliert, aber mit einigen Gedichtbeispielen am Schluss, von Cui Weiping und Yan Jun. Vielleicht wird er auch noch irgendwo veröffentlicht. Über Anregungen und Kritik würd' ich mich sehr freuen - das Feedback von Katharina und Stefanie hat mir beim englischen Artikel gefehlt. Inzwischen sind mir einige wichtige und interessante Bücher, Autoren und Quellen eingefallen, die ich in beiden Artikeln nicht erwähnt habe. Aber vielleicht kommt noch eine eigene AutorInnen - und Quellenliste dazu. Hier sind erst mal die Links zum englischen Artikel: http://langmates.com/dujuan99/blog/3650/, http://erguotou.wordpress.com/chinese-literature-2000-2010/, http://literaturuebersetzerforum.de/viewtopic.php?f=6&t=64 und http://blogs.yahoo.co.jp/dujuan99nihon/33004291.html. Vom Leben in China her hab ich halt die Angewohnheit, zur Sicherheit mehrere Internetquellen anzugeben, weil irgend welche meistens nicht erreichbar sind. 

Einer der populärsten und auch einer der interessantesten Autoren aus der aktuellen chinesischen Literaturszene kommt am 7. Oktober auf Einladung des Konfuzius-Institutes nach Wien: Liu Zhenyun. Ein wichtiges Motiv in seinen Erzählungen und Romanen ist der Hunger, besonders die große Hungersnot des Großen Sprungs. Einer seiner Romane ist bereits auf Deutsch erschienen, unter dem Titel "Taschendiebe". Ich habe Liu Zhenyuns Roman "Shouji" (Mobiltelefone) übersetzt. Wer in Wien ist, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen!

Einen schönen Herbst!

Herzliche Grüße,

Martin
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