SinoNet: Pogrom

Kim Kwok fredakk at yahoo.com
Fr Mär 28 16:51:22 CET 2008


Dear Andreas, dear members of sinonet,

Sinonet serves as a platform for information and discussion. If we encourage the spirit of free speech and free discussion, different opinions should be encouraged and allowed.

I do not see the posting of such a political action as a kind of abuse of sinonet. For me it is legitimate to post a job-hunting message as well as to post announcements of activities ranging from those organised by the Confucian Institute to those by any other small organisations. Everyone has the free choice to decide what to believe and where to go. Sinonet should not be developed to be a place, where only pro-PRC voices or praises for the "Chinese economic miracle" or "Chinese culture" are allowed and encouraged. 

Also, I find the use of the word "pogrom" not only inappropriate, but also threatening and irresponsible. Just to argue with two points which immediately come up to my mind: 1) could the Tibetans who are the minority exercise pogrom against the majority Chinese?  2) we are still in a stage of clarifying facts, or actually this stage hasnt really been started. Clouded by various resources of information and political discourses, I think it is now still too early to make a conclusion and to stamp the whole thing with such a strong term.

Best regards,
Kim Kwok (Vienna)


Fritz Pokorny <fritz.pokorny at mac.com> wrote:Pogrom     Lieber Andreas, danke für deinen Beitrag. Ich habe auch ein paar Gedanken/Fragen dazu:
 
 In den westlichen Mainstream-Medien wird keine Wirklichkeit wiedergegeben? Duh! Schon mal die Berichte der westlichen Mainstream-Medien über den Irak verfolgt? Kommt die Wirklichkeit aus der Xinhua?     
 
 Und noch etwas: Bitte große Vorsicht mit dem Wort Pogrom – von der Staatsmacht geduldete oder sogar angestachelte Gewalt gegen eine (ursprünglich jüdische) Minderheit, die diesen Ausschreitungen schutzlos ausgeliefert ist. Bitte keine Vereinnahmung der Geschichte der jüdischen Disapora zur Legitimation chinesischer Positionen. 
 
 Das hat mit Tibet ja wohl kaum etwas zu tun. Es wird keine chinesische Minderheit in einem fremden Staat verfolgt, sondern die chinesische Staatsmacht, gegen die die Ausschreitungen sich richtet, wird in Gestalt der dort lebenden Chinesen angegriffen und setzt sich nach anfänglichem Zögern sehr effizient mit Gewalt durch.
 
 Punktuelle Beobachtungen von Besuchern aus Lhasa allein sind nur ein Teil eines großen Puzzle, das man nur lösen kann, wenn man versucht, die Interessen aller Akteure aus ihren jeweiligen Medienmeldungen auszufiltern, um zu einer Art von rudimentärer Wahrheit zu gelangen.
 
 Wie erklärst du die Tatsache, dass sich die Tibeter nach wie vor bockig und uneinsichtig den Wohltaten der ordnenden chinesischen Staatsmacht entziehen wollen? Dummheit? Rückständigkeit? Undankbarkeit? Was sind die Ursachen dafür, dass sich diese Ausschreitungen ereignet haben?
 
 Zum Abschluss – Sinonet ist die Summe der Mitwirkenden. Wenn jemand eine politische Meinung vertreten, Aktionismus betreiben oder agitieren will – nur zu! Wer  anderer Meinung ist, kann das ja jederzeit frei sagen. So gibt es vielleicht auch einmal so etwas wie eine Diskussion.
 
 Sonst bleibt nur mehr der Ruf nach dem Moderator (Zensor).
 
 Cheers
 
 Fritz Pokorny
 
 
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Von: <andreas.werner at cn.rzb.at>
 Datum: Fri, 28 Mar 2008 10:56:20 +0800
 An: <sinonet at lists.univie.ac.at>, <sinonet-bounces at lists.univie.ac.at>
 Betreff: Re: SinoNet: WG: Globaler Aktionstag für Tibet [Fwd: 31.3.08] veranstaltungshinweis]
 
 
 Kann mir jemand freundlicherweise erklaeren, warum Sinonet fuer politische Aktionen missbraucht werden kann ? Dies ist umso aergerlicher, als die Situation in Tibet offenbar in Wirklichkeit keineswegs so ist, wie sie in den westlichen Mainstreammedien dargestellt wird. "Graeueltaten" wurden in diesem Fall von jungen Tibetern veruebt, nicht von Chinesen. Diese waren offensichtlich Opfer eines Pogroms. 
 
 Bevor sich eine Institution wie Sinonet fuer Unsinnigkeiten wie Olympiaboykottaufrufe instrumentalisieren laesst, empfehle ich die Lektuere des Standard vom 26.3. Deckt sich uebrigens mit dem Bericht von Leuten die ich kenne, die zur fraglichen Zeit in Lhasa waren. 
 MfG 
 A.W. 
 
 
 sabine.zhang at sosmitmensch.at 
 Sent by: sinonet-bounces at lists.univie.ac.at 03/27/2008 11:30 PM    To  
 SinoNet at lists.univie.ac.at   
 cc
 Subject  
 SinoNet: WG: Globaler Aktionstag für Tibet [Fwd: 31.3.08] veranstaltungshinweis] 
 
 
 
 
 
 GLOBALER AKTIONSTAG FÜR TIBET
 
 Keine olympische Fackel nach Tibet
 
 Aus Anlass des "GLOBALER AKTIONSTAG" findet am Montag, den 31. März 2008
 beginnend um 15 Uhr bei der Chinesischen Botschaft in der
 Metternichgasse eine Friedensmarsch zum Stephansplatz statt. Dieser
 Friedensmarsch wird über die Strohgasse zum Albertinaplatz führen, und
 danach folgen die Stationen Michaelerplatz und Kohlmarkt. Den Schluss
 bildet eine Versammlung mit Kundgebung gegen 17 Uhr 30 am Stock am
 Eisenplatz/Stephansplatz, wo es einen Infostand geben wird. Als Zeichen
 der Solidarität für das Schicksal Tibets werden an diesem Tag weiße
 Tibetische Glücksschals verteilt. SAVE TIBET und die TGÖ laden alle
 Interessierten ein an dieser Kundgebung teilzunehmen.
 
 Diese Veranstaltung ist der Beitrag der Wiener Tibetorganisationen -
 SAVE TIBET und Tibeter Gemeinschaft Österreich - zu dem weltweiten
 "Globaler Aktionstag" mit der Hauptforderung dass die olympische Fackel
 nicht nach Tibet gebracht wird. Wir rufen Sie dazu auf an dieser
 Bewegung teilzunehmen und dem Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer am
 Montag, den 31. März 2008 so viele Faxe wie möglich zu senden. Ziel ist
 es unserem Anliegen Gehör zu verschaffen und endlich eine Reaktion des
 Bundeskanzler auf die Gräueltaten in China zu erhalten. Wir möchten uns
 bereits im Voraus für Ihre Unterstützung bedanken und hoffen Ihnen als
 Zeichen unserer Dankbarkeit bei der Kundgebung am 31. März 2008 einen
 weißen Tibetischen Glücksschal umhängen zu dürfen.
 
 Faxnummer und E-mailadresse von Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer:
 Fax: +43/1/531 15 - 4274 (Bürgerservice)
 E-mail: Alfred.Gusenbauer at bka.gv.at
 
 Ein Musterbrief wird demnächst fertiggestellt und zur Verfügung stehen.
 
 SAVE Tibet und TGÖ
 
 
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