SinoNet: Pogrom

Fritz Pokorny fritz.pokorny at mac.com
Fr Mär 28 14:45:28 CET 2008


Lieber Andreas, danke für deinen Beitrag. Ich habe auch ein paar
Gedanken/Fragen dazu:

In den westlichen Mainstream-Medien wird keine Wirklichkeit wiedergegeben?
Duh! Schon mal die Berichte der westlichen Mainstream-Medien über den Irak
verfolgt? Kommt die Wirklichkeit aus der Xinhua?

Und noch etwas: Bitte große Vorsicht mit dem Wort Pogrom ­ von der
Staatsmacht geduldete oder sogar angestachelte Gewalt gegen eine
(ursprünglich jüdische) Minderheit, die diesen Ausschreitungen schutzlos
ausgeliefert ist. Bitte keine Vereinnahmung der Geschichte der jüdischen
Disapora zur Legitimation chinesischer Positionen.

Das hat mit Tibet ja wohl kaum etwas zu tun. Es wird keine chinesische
Minderheit in einem fremden Staat verfolgt, sondern die chinesische
Staatsmacht, gegen die die Ausschreitungen sich richtet, wird in Gestalt der
dort lebenden Chinesen angegriffen und setzt sich nach anfänglichem Zögern
sehr effizient mit Gewalt durch.

Punktuelle Beobachtungen von Besuchern aus Lhasa allein sind nur ein Teil
eines großen Puzzle, das man nur lösen kann, wenn man versucht, die
Interessen aller Akteure aus ihren jeweiligen Medienmeldungen auszufiltern,
um zu einer Art von rudimentärer Wahrheit zu gelangen.

Wie erklärst du die Tatsache, dass sich die Tibeter nach wie vor bockig und
uneinsichtig den Wohltaten der ordnenden chinesischen Staatsmacht entziehen
wollen? Dummheit? Rückständigkeit? Undankbarkeit? Was sind die Ursachen
dafür, dass sich diese Ausschreitungen ereignet haben?

Zum Abschluss ­ Sinonet ist die Summe der Mitwirkenden. Wenn jemand eine
politische Meinung vertreten, Aktionismus betreiben oder agitieren will ­
nur zu! Wer  anderer Meinung ist, kann das ja jederzeit frei sagen. So gibt
es vielleicht auch einmal so etwas wie eine Diskussion.

Sonst bleibt nur mehr der Ruf nach dem Moderator (Zensor).

Cheers

Fritz Pokorny


Von: <andreas.werner at cn.rzb.at>
Datum: Fri, 28 Mar 2008 10:56:20 +0800
An: <sinonet at lists.univie.ac.at>, <sinonet-bounces at lists.univie.ac.at>
Betreff: Re: SinoNet: WG: Globaler Aktionstag für Tibet [Fwd: 31.3.08]
veranstaltungshinweis]


Kann mir jemand freundlicherweise erklaeren, warum Sinonet fuer politische
Aktionen missbraucht werden kann ? Dies ist umso aergerlicher, als die
Situation in Tibet offenbar in Wirklichkeit keineswegs so ist, wie sie in
den westlichen Mainstreammedien dargestellt wird. "Graeueltaten" wurden in
diesem Fall von jungen Tibetern veruebt, nicht von Chinesen. Diese waren
offensichtlich Opfer eines Pogroms.

Bevor sich eine Institution wie Sinonet fuer Unsinnigkeiten wie
Olympiaboykottaufrufe instrumentalisieren laesst, empfehle ich die Lektuere
des Standard vom 26.3. Deckt sich uebrigens mit dem Bericht von Leuten die
ich kenne, die zur fraglichen Zeit in Lhasa waren.
MfG 
A.W. 


sabine.zhang at sosmitmensch.at
Sent by: sinonet-bounces at lists.univie.ac.at 03/27/2008 11:30 PM
To 
SinoNet at lists.univie.ac.at
cc
Subject 
SinoNet: WG: Globaler Aktionstag für Tibet [Fwd: 31.3.08]
veranstaltungshinweis]





GLOBALER AKTIONSTAG FÜR TIBET

Keine olympische Fackel nach Tibet

Aus Anlass des "GLOBALER AKTIONSTAG" findet am Montag, den 31. März 2008
beginnend um 15 Uhr bei der Chinesischen Botschaft in der
Metternichgasse eine Friedensmarsch zum Stephansplatz statt. Dieser
Friedensmarsch wird über die Strohgasse zum Albertinaplatz führen, und
danach folgen die Stationen Michaelerplatz und Kohlmarkt. Den Schluss
bildet eine Versammlung mit Kundgebung gegen 17 Uhr 30 am Stock am
Eisenplatz/Stephansplatz, wo es einen Infostand geben wird. Als Zeichen
der Solidarität für das Schicksal Tibets werden an diesem Tag weiße
Tibetische Glücksschals verteilt. SAVE TIBET und die TGÖ laden alle
Interessierten ein an dieser Kundgebung teilzunehmen.

Diese Veranstaltung ist der Beitrag der Wiener Tibetorganisationen -
SAVE TIBET und Tibeter Gemeinschaft Österreich - zu dem weltweiten
"Globaler Aktionstag" mit der Hauptforderung dass die olympische Fackel
nicht nach Tibet gebracht wird. Wir rufen Sie dazu auf an dieser
Bewegung teilzunehmen und dem Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer am
Montag, den 31. März 2008 so viele Faxe wie möglich zu senden. Ziel ist
es unserem Anliegen Gehör zu verschaffen und endlich eine Reaktion des
Bundeskanzler auf die Gräueltaten in China zu erhalten. Wir möchten uns
bereits im Voraus für Ihre Unterstützung bedanken und hoffen Ihnen als
Zeichen unserer Dankbarkeit bei der Kundgebung am 31. März 2008 einen
weißen Tibetischen Glücksschal umhängen zu dürfen.

Faxnummer und E-mailadresse von Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer:
Fax: +43/1/531 15 - 4274 (Bürgerservice)
E-mail: Alfred.Gusenbauer at bka.gv.at

Ein Musterbrief wird demnächst fertiggestellt und zur Verfügung stehen.

SAVE Tibet und TGÖ


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