SinoNet: interesting articles .....
Jacqueline and Martin Winter
dujuan99 at yahoo.com
Fr Apr 4 13:22:44 CEST 2008
Zitat aus „Hindustan Times, March 29, 2008": „Dalai Lama suggests China
should be behind Tibet unrest" (Quelle: World Tibet Network News,
29.3.2008)
Bei einer Pressekonferenz am Samstag äußerte der Dalai Lama die
Vermutung, daß China selbst hinter den Ausschreitungen in Tibet stecken
könne und erneuerte gleichzeitig seine Bereitschaft, mit der
chinesischen Regierung zusammenzuarbeiten. Er sagte: „Tibeter sind ein
friedliches Volk… Wir hörten von ein paar Hundert chinesischen Soldaten,
denen man Mönchsroben gab. So verkleideten sie sich als Mönche. Für
gewöhnliche Leute schauen sie daher wie Mönche aus. Aber die Schwerter,
die sie trugen, das waren keine tibetischen, das waren chinesische
Schwerter".
Epoch Times 28. März 2008
http://en.epochtimes.com/news/8-3-29/67906.html
Die Beweise häufen sich, daß das chinesische Regime die Gewalt in Lhasa
geschürt hat, um die friedlichen Proteste der Mönche zu diskreditieren.
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(siehe auch: http://www.phayul.com/news/article.aspx?id=20039)
Nach Aussage des Chinesischübersetzers des Dalai Lama, Ngawang Nyendra,
erzählte eine Augenzeugin, daß ein chinesischer Polizist in Lhasa sich
als Tibeter verkleidet und mit einem Messer in der Hand unter die
Protestierenden gemischt habe. Dieselbe Zeugin erkannte den Mann in
einer Sendung von BBC und auf dem von den Chinesen zur Verfügung
gestellten Filmmaterial wieder.
(Es handelt sich um das Reuters-Foto mit Titel „A protester burns a
Chinese flag, over burning bicycles, Lhasa 14 March:
http://www.phayul.com/news/article.aspx?id=19644&t=3&c=1
Die Zeugin, eine Chinesin aus Thailand, die anonym bleiben möchte,
weilte als Studentin in Lhasa, als die Proteste ausbrachen. Sie pflegte
häufig einen ihrer Freunde, einen Polizisten, in der örtlichen
Polizeistation zu besuchen, wo sie auch mit anderen Polizisten bekannt
wurde.
Auf die Unruhen vom 14. März hin wurde sie zusammen mit anderen
Ausländern in die örtliche Polizeistation gebracht. Dort sah sie, wie
einige bei den Protesten verhaftete Tibeter hereingeführt wurden. Unter
ihnen habe sich auch ein Mann mit einem Messer in der Hand befunden, der
später seine Kleidung im tibetischen Stil ablegte und wieder seine
Polizeiuniform anzog.
Am folgenden Tag mußte diese Chinesin zusammen mit anderen Ausländern
das Land verlassen. Als sie in Indien die BBC-Fernsehnachrichten sah,
erkannte sie den Polizisten, den sie in Lhasa in tibetischer Kleidung
gesehen hatte, wieder, ebenso auf dem von der chinesischen Botschaft an
die Medien gelieferten Fotomaterial, auf dem unter den Protestierenden
ein mit einem Messer bewaffneter vermeintlicher Tibeter gezeigt wird.
Ngawang Nyendra sagte, die Chinesin sei über den Anblick des Polizisten
in den BBC-Nachrichten schockiert gewesen, denn sie habe erst jetzt
richtig begriffen, daß dieser Mann sich als ein Tibeter verkleidet
hatte, um andere Menschen zu Gewaltakten zu animieren.
Die Zeugin trat sogleich mit einer tibetischen Exilorganisation in
Indien in Kontakt und berichtete dort, was sie gesehen hatte. Bei einer
Kundgebung am 17. März 2008 zeigte die Organisation ein Foto, das von
der chinesischen Botschaft in Indien verbreitet wurde und auf dem der
Polizist als ein tibetischer Randalierer erscheint.
Bei Xinhua und auf anderen chinesischsprachigen und regimetreuen
Websites war der verkleidete Polizist nach der Kundgebung, auf der die
Zeugin über ihre Beobachtungen gesprochen hatte, plötzlich aus dem Foto
verschwunden. Aber bald danach tauchte das ursprüngliche Bild mit dem
Mann und dem Messer wieder auf.
Ngawang Nyendra erklärte: "Dieses Foto, auf dem der Mann mit dem Messer
erscheint, wurde von der chinesischen Botschaft an BBC und Radio Free
Asia gegeben. Das retuschierte Foto wurde erst später ausgesandt. Die
Fotos sind völlig identisch, nur daß auf dem zweiten der Mann mit dem
Messer verschwunden ist.
Auf dem Film der Fernsehnachrichten kann man erkennen, wie der Mann mit
dem Messer auf andere Leute losgeht. Doch in späteren Aufnahmen ist er
nicht mehr zu sehen. Das war alles nur gestellt. Nachdem Fragen über
dieses Bildmaterial laut wurden, erschien es nie mehr im Fernsehen."
Weitere Beweise
Die wichtigste Aussage der dramatischen Geschichte des Übersetzers des
Dalai Lama, daß nämlich das chinesische Regime die Unruhen in Lhasa
angefacht hat, wird nun auch durch andere Quellen erhärtet. Zunächst
einmal ist zu erwähnen, daß das chinesische Regime für derartige
Täuschungsmanöver berüchtigt ist.
Dies war nicht das erste Mal, daß die kommunistische Partei Chinas
verkleidete Polizisten als Randalierer zu friedlichen Protesten der
Tibeter schickte, um die Gemüter aufzupeitschen und am Ende die
Demonstranten der Gewalt bezichtigen zu können.
In seinem Artikel "Events in Lhasa, March 2-10, 1989", den wir an
früherer Stelle veröffentlichten, erläuterte der chinesische Journalist
Tang Daxian, wie die kommunistische Partei Chinas mit Vorbedacht
Gewalttaten inszenierte, um dann die Proteste im Jahre 1989 um so
heftiger niederschlagen zu können.
In dem Artikel heißt es: "Am frühen Morgen des 5. März erging ein Befehl
des Kommandeurs der Bewaffneten Volkspolizei Li Lianxiu: Die
Spezialeinheiten müssen sofort 300 Mann abstellen, die sich als normale
Tibeter oder Mönche zu verkleiden haben. Sie sollen sich dann zur
Eight-Corner-Street und anderen Unruheherden in Lhasa begeben, um dort
Polizisten in Zivil bei ihrer Arbeit zu unterstützen.
‚Verbrennt die Schriftenpagode nordöstlich vom Dazhao-Tempel. Zerstört
den Reisladen im Geschäftsviertel, hetzt die Leute auf, Reis und andere
Nahrungsmittel zu stehlen und greift die Tibet-Gansu-Handelsgesellschaft
an. Hetzt die Leute zum Plündern auf, aber nur an den genehmigten
Plätzen'."
Der Kommentator Chen Pokong schrieb: "Die Szenerie der diesjährigen
Proteste ähnelte sehr stark der von 1989. Eine Gruppe von jungen Männern
zwischen 20 und 30 Jahren agierte in gut organisierter Weise. Zuerst
riefen sie Parolen, dann zündeten sie in der Nähe des Klosters Ramoche
ein paar Autos an, plünderten dann in die umliegenden Läden und setzten
schließlich etliche davon in Brand.
Das wirkte alles wohl geplant und gut koordiniert. Die Aktionen wurden
sehr professionell durchgeführt. An der Kreuzung beim Kloster Ramoche
waren im voraus Steine von ähnlicher Größe und ca. acht kg Gewicht
deponiert worden. Seltsamerweise entgingen diese Steine der
Aufmerksamkeit der zahlreichen Polizisten und Agenten in Zivil, die doch
überall in der Stadt präsent waren."
Chens Schilderung von dem, was dieses Jahr geschah, wird von dem
britischen High-Tech-Geheimdienst GCHQ bestätigt, dessen Satelliten
angeblich beobachteten, wie chinesische Polizisten die Unruhen in Lhasa
anfachten, heißt es in einem Bericht des G2-Bulletin.
Derartige Berichte werfen Licht auf einen etwas verwirrenden Bericht der
New York Times über die Szenen in den Straßen von Lhasa am 14. März.
Die NY Times schrieb: "Ausländer und Einwohner der Stadt, die Zeugen der
Gewalttätigkeiten wurden, waren verblüfft von dem Anblick, der sich
ihnen bot. Vor allem fiel ihnen auf, daß die Polizei fehlte. Beamte der
Bereitschaftspolizei ergriffen nach dem ersten Gerangel die Flucht und
waren nirgendwo mehr zu sehen.
Ein Mönch, der per Telefon kontaktiert wurde, sagte, anderen Mönchen
wäre aufgefallen, daß die Polizei offenbar mehr am Filmen interessiert
gewesen sei, als daran, gegen die Gewalt einzuschreiten. ‚Sie standen
einfach da und schauten zu', sagte der Mönch. ‚Sie machten einige Videos
und schossen Fotos mit ihren Kameras'".
Die Veröffentlichung des Bildes von dem Mann mit dem Messer durch Xinhua
und seine Verbreitung durch die chinesische Botschaft fügt sich dem
Übersetzer des Dalai Lama zufolge genau in die Beobachtungen dieses
Mönchs. Unterdessen versichern die Tibeter weiterhin, daß das
chinesische Regime die Welt über die Vorgänge bei den Protesten in Lhasa
getäuscht hat.
Bei einer Presseveranstaltung am Donnerstag (27. März) beim
Jokhang-Tempel in Lhasa näherten sich 30 junge Mönche den Journalisten.
Dem Reporter Callum McLeod von USA Today zufolge riefen sie: "Glaubt
ihnen nicht, sie täuschen Euch, sie erzählen Lügen!"