SinoNet: WG: Lesung Klara Blum (heute, Donnerstag)

Gregor Kneussel gregor.kneussel at gmx.net
Do Nov 29 14:33:11 CET 2012


Das Bezirksmuseum Mariahilf
Frauen lesen Frauen – Das Erste Wiener Lesetheater
präsentiert:

„Chanukkalichter und Klassenbewußtsein“
Reportagen über jüdisches Leben in Wien & Galizien von:

Klara Blum, geboren 1904 in Czernowitz. Sie lebte ab 1913 in Wien. 1923 
begann sie ein Psychologie-Studium, das sie aus finanziellen Gründen 
abbrechen musste. Sie war Zionistin, Sozialdemokratin, engagierte sich 
in der Frauenbewegung und schrieb Lyrik und Prosa. Ihren Lebensunterhalt 
verdiente sie als freie Journalistin. 1934 gewann sie eine Studienreise 
in die Sowjetunion. Aus politischen Gründen sollte aus dieser 
2-monatigen Studienreise ein 11-jähriger Aufenthalt werden. 1937 
verliebt sie sich in den chinesischen Journalisten und Regisseur Zhu 
Xiangcheng. Zhu verschwand nach 4 Monaten spurlos. Er war ein Opfer der 
stalinistischen „Säuberungs- aktionen“ geworden. Klara Blum glaubte 
unbeirrt daran, dass Zhu nach am Leben sei und reiste 1945 nach China, 
um ihn zu suchen. 1954 bekam sie die chinesische Staatsbürgerschaft, 
nahm den Namen Zhu Bailan an und blieb bis zu ihrem Lebensende 
überzeugte Kommunistin. Ab 1952 war sie Professorin für deutsche Sprache 
und Literatur an der Fudan-Universität (Nanjing), ab 1957 an der 
Zhongshan Hochschule in Kanton. Sie arbeitete u.a. am 
deutsch-chinesischen Wörterbuch mit. Klara Blum starb am 4. Mai 1971 in 
Guangzhou/China.

Eröffnung:
BV Renate Kaufmann

Mitwirkende:
Judith Gruber-Rizy (Autorin)
Heidi Hagl (Schauspielerin)
Traude Korosa (Autorin, Lesungsverantwortliche)
Angelika Raubek (Schauspielerin)
Hilde Schmölzer (Autorin)

Zeit: Donnerstag, 29. November 2012, 19 Uhr

Ort: Bezirksmuseum Mariahilf
  1060, Mollardgasse 8 (Mezzanin)
Buffet



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