SinoNet: SinoNet-Verteiler

Lena Springer lena.springer at univie.ac.at
Fr Dez 17 14:36:23 CET 2010


Lieber Herr Wolschner,
Egal, ob ich von Ihnen mit "et al" angesprochen bin:
Wenn die diskussion über die preisvergabe durch den vorstand gestoppt 
werden sollte, dann ist das sicher nicht ausdruck des wunsches nach 
ausgeglichener diskussion, wie Sie andeuten.

Welche "solche Diskussion" - Ihrer im zweiten Absatz im Konjunktiv 
verdrehten Ansicht nach - keinen Platz in der "ursprünglich"en 
Sinonet-Mailingliste hätte, bleibt unklar.
Soweit ich weiß, war sinonet immer als offen für den Austausch von 
Meinungen und Information über China in Texten, links, Hinweisen auf 
Filme etc. konzipiert. Der Verein bleibt vermutlich bis auf Weiteres so 
offen aufgestellt.
Einfach nur genießen ("enjoy") ist sicher nicht genug für unsere 
Auseinandersetzung mit China.

Davon abgesehen haben die drei vom vorstand dankenswerterweise die 
aufgaben des vorstands übernommen. persönliche standpunkte von ihnen 
sind darüber hinaus natürlich in der diskussion willkommen, das löschen 
von beiträgen bestimmter personen oder inhalte durch den vorstand war 
bisher noch nicht angebracht. Jedenfalls haben die drei persönlich eine 
wichtige Diskussion über Zensur im Zusammenhang mit Liu Xiaobo 
angestoßen und der klare Wunsch nach Diskussion über das Thema in 
tiefgehender und fairer Form über Sinonet wurde bestärkt. Diese 
Diskussion kann nun ungestört weiter geführt werden. Soweit dürften sich 
hoffentlich alle inkl. des Vorstands einig sein.
Kai Strittmatters Kritik von deutschen Sinologen in der Süddeutschen als 
allzu opportunistisch und unkritisch zu Chinas Politik gibt 
Diskussionstoff. Die Kritik betrifft die feine Linie zwischen dem Ziel 
freier Wissenschaft und Meinungsaustausch im Unterschied zur notwendigen 
Entscheidung in bestimmten politischen Fragen über das Exponieren mit 
namentlichen Aussagen, auch wenn sie dezidiert nicht Teil unserer 
Forschungs- oder Arbeitbereiche sind. Es bleibt zu hoffen, dass 
Opportunismus nicht allzu karrierefördernd ist und dass stattdessen 
differenziertes Argumentieren über die Rolle Chinas sowie seine innere 
Spannungen geschätzt wird.

Statt nur der Entscheidung zwischen entweder Opportunismus oder 
Aussteigen, zwischen politisch nicht mehr als dem absoluten Pro oder 
Contra zu plakativen Mediendebatten in schwarz-weiß bietet ein 
Diskussionforum mehr. Wichtig unsererseits ist jedenfalls das Aufzeigen 
von Zwischentönen in chinesischen Texten und das differenzierte Abwiegen 
und klare Kritisieren von Informationen aus verschiedenen Quellen. 
Gerade dafür ist Sinonet ein wertvolles Forum.

Mit bestem Gruß
Lena Springer
于 17.12.2010 12:43, Dan W 写道:
> Liebe Leute,
> Da hier soviel die Rede von Zensur ist wollte ich nur kurz was sagen. 
> Ich denke nämlich nicht dass es dem Vorstand um Zensur geht, zumindest 
> kam mir das beim lesen ihrer Nachricht so vor. Aber scheinbar ist 
> dadurch ein Fall von vorauseilender Paranoia aufgekommen.
>
> Es ist eher die Frage was diese Mailingliste sein soll, ein reiner 
> Info-Newsletter oder eine offene Plattform für Sinologen in dem Infos 
> UND Meinungen ausgetauscht werden sollen. Falls es letzteres sein 
> soll, was ich persönlich positiv fände, denn auch ich finde 
> verschiedene Diskussionen zu Sino-Themen interessant, dann ist Zensur 
> natürlich fehl am Platz. Aber ursprünglich war diese Liste glaub ich 
> schon eher als Info-Liste gedacht, und da hätte eine solche Diskussion 
> keinen Platz - egal welche Meinungen vertreten werden.
>
> Und lieber Herr Pokorny et al, wie um alles in der Welt sehen sie den 
> Hinweis jegliche Diskussionen hier zu beenden als rein anti-Liu 
> Xiaobo, das ist doch gegen beide Seiten? Es ging doch ums Prinzip und 
> nicht um ein Thema??
>
> Naja, also lasst uns offen diskutieren aber nicht gleich aggressiv auf 
> divergierende Meinungen oder ungenehme Anregungen reagieren.
>
> MfG,
> Daniel Wolschner
>
> enjoy! :-)
>
> On 17.12.2010, at 11:10, Winter Jacqueline <J.Winter at awsg.at 
> <mailto:J.Winter at awsg.at>> wrote:
>
>> Hallo Alle,
>>
>> also auch mein Scherflein: beleidigende bzw. anstößige Postings 
>> können ruhig entfernt werden, sonst nichts. Dafür haben wir 
>> schließlich alle eigene „Delete“- Schaltflächen.
>>
>> Liebe Grüße,
>>
>> Jackie
>>
>> ------------------------------------------------------------------------
>> Mag. Jacqueline Winter
>> Patent- & Lizenzmanagement
>> Intellectual Property Management
>> austria wirtschaftsservice | erp-fonds
>> Ungargasse 37, 1030 Wien
>> ------------------------------------------------------------------------
>> tel.: +43 (1) 501 75 - 567
>> fax.: +43 (1) 501 75 - 903
>> mail: J.Winter at awsg.at <mailto:J.Winter at awsg.at>
>> web: www.awsg.at <http://www.awsg.at>
>> Handelsgericht Wien, FN 227076k
>> ------------------------------------------------------------------------
>> /Bitte schonen Sie unsere Umwelt und drucken Sie diese E-Mail nur 
>> aus, wenn es notwendig ist.
>> Please consider the environment before printing this e-Mail./
>>
>> *Von:*sinonet-bounces at lists.univie.ac.at 
>> <mailto:sinonet-bounces at lists.univie.ac.at> 
>> [mailto:sinonet-bounces at lists.univie.ac.at] *Im Auftrag von 
>> *Georg.SCHNETZER at bmeia.gv.at <mailto:Georg.SCHNETZER at bmeia.gv.at>
>> *Gesendet:* 17. Dezember 2010 09:52
>> *An:* fritz.pokorny at mac.com; sinonet.verein at gmail.com
>> *Cc:* SinoNet at lists.univie.ac.at
>> *Betreff:* Re: SinoNet: SinoNet-Verteiler
>>
>> Liebe SinonetterInnen,
>>
>> Ich kann mich der Meinung von Fritz Pokorny nur vollinhaltlich 
>> anschließen. Es ist doch sehr befremdlich, wenn der SinoNet-Vorstand 
>> praktisch explizit ankündigt, künftig Zensur üben zu wollen.
>>
>> In der Hoffnung, dass diese Ankündigung noch einmal überdacht wird,
>>
>> mit besten Grüßen
>>
>> Georg Schnetzer
>>
>> *Von:*sinonet-bounces at lists.univie.ac.at 
>> <mailto:sinonet-bounces at lists.univie.ac.at> 
>> [mailto:sinonet-bounces at lists.univie.ac.at] *Im Auftrag von *Fritz 
>> Pokorny
>> *Gesendet:* Freitag, 17. Dezember 2010 00:41
>> *An:* SinoNet AbsolventInnenverein
>> *Cc:* SinoNet at lists.univie.ac.at <mailto:SinoNet at lists.univie.ac.at>
>> *Betreff:* Re: SinoNet: SinoNet-Verteiler
>>
>> Liebe Carina, Lisa und Shuai!
>>
>> Wenn ich das richtig verstanden habe, heisst das im Klartext, dass 
>> nur mehr Meinungsäußerungen oder Verweise auf Meinungsäußerungen 
>> gegen Liu Xiaobo durchgelassen werden, um sensible Seelen nicht mit 
>> abweichenden Gegenmeinungen zu quälen? Da man gerne beschwören, dass 
>> man "keine Zensur" ausüben will, wenn man im nächsten Satz ankündigt, 
>> genau das zu tun.  Man muss sich fragen, ob das SinoNet eigentlich in 
>> Österreich angesiedelt ist oder in China.
>>
>> Jetzt ist auf diesem trockenen Forum endlich einmal eine richtige 
>> Diskussion aufgekommen und anstatt froh darüber zu sein, dass sich 
>> das Ganze mit Leben erfüllt, soll es gleich wieder abgewürgt werden. 
>> Ist das wirklich Sorge um die Überfüllung der Mailboxen? Wer bestimmt 
>> darüber, dass keine politischen Diskussionen geführt werden sollen? 
>> Wer hat sich denn hier darüber beschwert, dass zu viele 
>> Diskussionsbeiträge veröffentlicht werden? Wo waren die persönlichen 
>> Beschimpfungen? Oder soll auch dieses Forum in vorauseilendem 
>> Gehorsam harmonisiert werden?
>>
>> Enttäuscht
>>
>> Fritz Pokorny
>>
>> *Von: *SinoNet AbsolventInnenverein <sinonet.verein at gmail.com 
>> <mailto:sinonet.verein at gmail.com>>
>> *Datum: *Thu, 16 Dec 2010 16:04:37 +0100
>> *An: *<SinoNet at lists.univie.ac.at <mailto:SinoNet at lists.univie.ac.at>>
>> *Betreff: *SinoNet: SinoNet-Verteiler
>>
>> Liebe SinoNet-Mitglieder!
>>
>> In den letzten Wochen kam es über den SinoNet-Verteiler zu einer 
>> Diskussion um die Friedensnobelpreisvergabe.Der SinoNet-Vorstand hat 
>> bisher alle diese Mails durch diesen Verteiler gelassen, weil wir 
>> keine Zensur in irgendeine Richtung ausüben wollten. Wirmöchten 
>> jedoch darauf hinweisen, dass wir als Moderatorinnen dieser 
>> Verteilerliste in Zukunft keine solchen Mails mehr autorisieren 
>> werden. DieVerteilerliste ist nicht der Ort, um politische 
>> Diskussionen auszutragen, sondern unter anderem dazu da, die 
>> Mitglieder des Vereins über momentane öffentliche Diskurse mit 
>> China-Bezug zu informieren – nicht mit dem Meinungsaustausch 
>> einzelner Mitglieder ihre Mailbox zu füllen. Gerne lassen wir deshalb 
>> Links zu Gegenartikeln durch, wenn jemand der Meinung ist, dass 
>> diezuvor versandten Berichte zu einseitig waren. Persönliche 
>> Statements, insbesondere solche, die Beschimpfungen oder ähnliche 
>> Entgleisungen enthalten, finden in den Mails, die verteilt werden 
>> sollen, keinen Platz.
>>
>>
>> Liebe Grüße,
>>
>>
>> Carina – Lisa – Shuai
>>
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