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<body text="#000000" bgcolor="#FFFFFF">
<b><big>Programm des Energietages, 3. 9.2013 (10:00-16:00 Uhr),
Universität Linz</big></b><br>
im Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen Physikalischen
Gesellschaft.<br>
<br>
<big><b>Energiespeicherung</b><br>
</big><br>
<b>Vorwort zum Energietag 2013</b><br>
Norbert Pillmayr, KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft,
Arnulfplatz 2, 9020 Klagenfurt, Austria<br>
<br>
Nach den Energietagen der Vorjahre ist die Thematik der
Energiespeicherung das Hauptthema des Energietags 2013. Erneuerbare
Energiequellen werden in Zukunft einen immer größeren Anteil an der
Energieversorgung haben und eine erhebliche Anpassung der
Stromnetze, der Kraftwerke und des Energiemanagements erfordern.
Damit verbunden muss der Ausbau großer Energiespeicher sein, in die
nicht benötigter Strom der alternativen Erzeugungsanlagen
eingespeist werden kann. Weltweit wächst daher die Nachfrage nach
Speichertechnologien für Strom und es wird intensiv an
Energiespeichern geforscht. Der Arbeitskreis Energie bietet wie in
den Vorjahren einen Energietag an, bei dem hochkarätige Experten zum
Thema aktuelle und spannende Diskussionsbeiträge liefern.<br>
<br>
<b>Zukünftiges Energiesystem benötigt neue Lösungsansätze besonders
bei der Speicherung</b><br>
Horst Steinmüller, Energieinstitut, Johannes Kepler Universität
Linz, Altenberger Straße 69, 4040 Linz, Austria<br>
<br>
Vor dem Hintergrund der Bemühungen um eine globale Klima- und
Energiepolitik steht das heutige Energiesystem vor enormen
Herausforderungen. Die Festlegung von Klimaschutzzielen mit
Zeithorizont 2050 wird weitreichende regulatorische Aktivitäten auf
europäischer, nationaler aber auch auf regionaler Ebene nach sich
ziehen. Im Mittelpunkt stehen dabei einerseits die vermehrte
Integration von erneuerbaren Energien in das Energiesystem und
andererseits der damit notwendigerweise verbundene Ausbau von
Speichersystemen für diese volatilen Energieformen. Gerade im
Bereich der Speichertechnologien ist jedoch darauf zu achten, dass
sowohl Strom als auch Gas und Wärme – und hier insbesondere
(industrielle) Abwärme und Umgebungswärme – bei der Ausgestaltung
eines nachhaltigen Energiesystems berücksichtigt werden.<br>
<br>
<b>Herausforderungen für den Betrieb des kontinentaleuropäischen
Verbundnetzes</b><br>
Martin Geidl, Swissgrid AG, Dammstrasse 3, 5070 Frick, Switzerland<br>
<br>
Das kontinentaleuropäische Stromversorgungssystem ist eine der
grössten Maschinen der Welt, die ca. 450 Millionen Menschen in 30
Ländern mit Strom versorgt. Den Übertragungsnetzbetreibern kommen
dabei zwei wesentliche Aufgaben zu: <br>
1. Sicherstellung, dass in jedem Moment genauso viel Energie
produziert wie verbraucht wird. <br>
2. Sicherstellung, dass keine Netzelemente überlastet werden.<br>
Das bestehende Übertragungsnetz steht vor einem grossen Umbruch. Die
Umsetzung der "20-20-20"-Ziele der Europäischen Union und der
Ausstieg aus der Kernenergie führen zu einer grundlegenden
Veränderung der Erzeugungsstruktur. Im Vortrag werden die
wichtigsten Herausforderungen dargestellt: Stabilität des
Gesamtsystems, Speicher und flexible Lasten, Einbindung von
dezentralen Ressourcen in den Systembetrieb und Netzausbau.<br>
<br>
<b>Smart Grid und das Hauskraftwerk</b><br>
Michael Zahradnik, Güssing Renewable Energy GmbH, Europastraße 1,
7540 Güssing, Austria<br>
<br>
Durch den jährlich wachsenden Stromverbrauch einerseits und die
Verpflichtung zum Klimaschutz andererseits ergibt sich die
Notwendigkeit, alternative und innovative Lösungsansätze zur
Energiegewinnung, Energiespeicherung und Energieverteilung zu
erarbeiten. Eine Lösung bietet das „Smart Grid“, welches in
individuellen „Hauskraftwerken“ durch dezentrale Produktion und
Speicherung von Energie entsteht. Viele dieser „Hauskraftwerke“
werden zu einem „virtuellen“ Kraftwerk zusammengeschaltet und
ergeben so das intelligente Netzwerk von morgen. Güssing Renewable
Energy baut solche „Hauskraftwerke“, die durch Brennstoffzellen,
Vanadium Redox Flow Batterien und einer intelligenten Steuerung
entstehen. Der Brennstoff kann sowohl konventionelles Erdgas, Biogas
aus der Holzvergasung aber auch Gas aus der Stadtmüllvergasung sein.<br>
<br>
<b>Wieviel erneuerbare Energie muss zukünftig gespeichert werden?
Analyse des zukünftigen</b><b><br>
</b><b>Speicherbedarfs in Österreich mit einem hohen Anteil an
erneuerbarer Energie.</b><br>
Gerfried Jungmeier, JOANNEUM RESEARCH, Elisabethstrasse 18, 8010
Graz, Austria<br>
<br>
Die Energiespeicherung ist bei fluktuierenden erneuerbaren
Energieträgern sehr wesentlich. Da das Angebot der erneuerbaren
Energieträger (z.B. Windkraft, Solarwärme) kurzzeitig und saisonal
schwankt, muss die erzeugte Energie teilweise gespeichert werden.
Mit dem Stand der Energiespeichertechnologien werden die zukünftigen
Entwicklungsperspektiven analysiert. Basierend auf der
Nachhaltigkeitsbewertung von Anwendungsbeispielen für die
Speicherung von Strom, Wärme und Brennstoffen wird der zukünftige
Speicherbedarf in Österreich ermittelt. Ausgehend vom heutigen
Energiesystem werden in einem Analysemodell das Angebot und der
Bedarf an erneuerbarer Energie in einem nachhaltigen Energiesystems
Österreich untersucht. Es zeigt sich, dass eine zunehmende
erneuerbare Energieversorgung mit einem steigenden Speicherbedarf
verbunden ist.<br>
<br>
<b>MITTAGSPAUSE</b><br>
<br>
<b>Technologische und Ökonomische Aspekte der Elektrochemischen
Energiespeicherung</b><br>
Stefan Koller, VARTA Micro Innovation GmbH, Stremayrgasse 9, 8010
Graz, Austria<br>
<br>
Mit dem Startschuss der großen Automobilkonzerne zur
Elektrifizierung des Antriebstranges wächst auch das Verlangen nach
leistungsfähigeren elektrochemischen Energiespeichern.
Lithium‐Ionen‐Batterien stellen heute die fortschrittlichste
Technologie dar, Energie elektrochemisch zu speichern und bieten
zudem durch die große Diversität der einsetzbaren Materialien nicht
nur die Möglichkeit die Batterie für die jeweilige Anwendung
maßzuschneidern, sondern auch ein enormes Potential zur
Weiterentwicklung. Im Vortrag werden die Vor‐ und Nachteile der
unterschiedlichen Technologien beleuchtet,
Weiterentwicklungspotentiale aufgezeigt und auch ökonomische Aspekte
der Energiespeicherung diskutiert. Weiters wird auch das Thema der
Ressourcenverfügbarkeit, vor allem im Zusammenhang mit großen
Märkten wie der Energiezwischenspeicherung und der Elektromobilität,
besprochen.<br>
<br>
<b>Wasserstoffspeicherung durch Magnesiumhydrid</b><br>
Iris Bergmair 1, Ewald Wahlmueller 2, Wolfgang Hofer 3, Guido
Bartlok 4, Martin Panholzer 5, Kurt Hingerl 5, Gerhard Krexner 6,
Michael Zehetbauer 6<br>
1 Profactor GmbH, Im Stadtgut A2, 4407 Steyr-Gleink, Austria‐<br>
2 Fronius GmbH, Günter-Fronius-Straße 1, 4609 Wels-Thalheim,
Austria‐<br>
3 OMV Refining & Marketing GmbH, Mannswörther Str. 28, 2320
Schwechat, Austria‐<br>
4 Magna Steyr, Fahrzeugtechnik AG & Co KG, Liebenauer
Hauptstraße 317, 8041 Graz, Austria‐<br>
5 Universität Linz, Zentrum für Oberflächen- und Nanoanalytik,
Altenbergerstr. 69, 4040 Linz, Austria‐<br>
6 Universität Wien, Fakultät für Physik, Boltzmanngasse 5, 1090
Wien, Austria<br>
<br>
Das Speichern von elektrischer Energie in stationären (zB.
Photovoltaik, Tankstelle) als auch mobilen Anwendungen ist eine
ungelöste Herausforderung. Eine Speicherung in Form von H2 als
Metallhydrid hat viele Vorteile gegenüber Akkus, jedoch ist die
Technologie verbesserungsfähig: Daher untersucht das Projekt
„H2Desorb“ <br>
- die Erhöhung von Speicherdichte und Kinetik (schnelles
Be/Entladen) durch Nanostrukturierung, gezielten Einbau von
Versetzungen und Optimierung von Korngrößen von Magnesiumpellets und
-drähten. <br>
- Steuerung von Ab- und Aufnahme von H2 mittels selektiver
Ansteuerung nano/mikrostrukturierte Bereiche und Reduktion der
Desorptionstemperatur. <br>
- Thermodynamische Betrachtungen zur Nutzung der sonst ungenützt
freiwerdenden Adsorptionswärme bei der Metallhydrierung.<br>
<br>
<b>Superconducting Magnetic Energy Storage</b><br>
Bartlomiej A. Glowacki, University of Cambridge , Pembroke Street,
99 Cambridge CB2 3QZ, United Kingdom<br>
<br>
Superconducting Magnetic Energy Storage systems can store energy in
a superconducting coil that has been cryogenically cooled to a
temperature well below its superconducting critical temperature.
Despite the fact that superconducting DC current is in the heart of
the SMES device concept, an AC losses occurring during energy charge
and discharge in the superconducting conductor are sources of energy
dissipation and system instability. The refrigeration requirements
for NbTi, MgB2 and YBa2Cu3O7 superconductor-based SMES coils
operating at temperatures of 4.2 K, 20 K and 77 K respectively will
be presented and also projected link to hydrogen-based economy will
be discussed.<br>
<br>
<b>Die Lithium-Ionen Batterie – von der Knopfzelle zur
Traktionsbatterie</b><br>
Michael Sternad, Graz University of Technology, Stremayrgasse 9,
8010 Graz, Austria<br>
<br>
Die Speicherung großer Energiemengen auf möglichst kleinem Raum
spielt in unserem täglichen Leben eine immer bedeutendere Rolle. Ob
Smartphones, die nicht nur einfache Telefone, sondern auch digitaler
Fotoapparate, Web- und E-Mail Terminals, GPS-Navigationsgeräte und
Taschenlampen in einem Gerät vereinen, leichtgewichtige
Akkubohrmaschinen, Laptops mit mehr als 10 h Laufzeit, Camcorder,
neuartige Elektro- oder Hybridfahrzeuge, leise Unterseeboote oder
kommerzielle Verkehrsflugzeuge – all diese Anwendungen gründen auf
der Leistungsfähigkeit von Energiespeichersystemen mit Li als
Ladungsträger. Der Vortrag gibt einen Einblick in die historische
Entwicklung, die Funktionsweise und die praktischen Anwendungen von
Lithium-Ionen Batterien. Dabei wird insbesondere ein Blick in die
vielversprechende Zukunft dieser Technologie geworfen.<br>
<br>
Eintritt frei!<br>
<br>
Mit freundlichen Grüßen<br>
<br>
<p class="MsoNormal"><span
style="font-family:"Arial","sans-serif""
lang="DE">Norbert Pillmayr
<o:p></o:p></span></p>
<br>
<address><span
style="font-size:10.0pt;font-family:"Arial","sans-serif""
lang="DE">Dr. Norbert Pillmayr<o:p></o:p></span></address>
<address>
</address>
<address><span
style="font-size:10.0pt;font-family:"Arial","sans-serif""
lang="DE">Vorsitzender Arbeitskreis Energie
<o:p></o:p></span></address>
<address>
</address>
<address><span
style="font-size:10.0pt;font-family:"Arial","sans-serif""
lang="DE">Φ Österreichische Physikalische Gesellschaft<o:p></o:p></span></address>
<address>
</address>
<address><span
style="font-size:10.0pt;font-family:"Arial","sans-serif""
lang="DE"><o:p> </o:p></span></address>
<address>
</address>
<address><span
style="font-size:10.0pt;font-family:"Arial","sans-serif""
lang="DE">c/o KELAG-Kärntner
<o:p></o:p></span></address>
<address>
</address>
<address><span
style="font-size:10.0pt;font-family:"Arial","sans-serif""
lang="DE">Elektrizitäts-Aktiengesellschaft<o:p></o:p></span></address>
<address>
</address>
<address><span
style="font-size:10.0pt;font-family:"Arial","sans-serif""
lang="DE">Abteilung Informationsverarbeitung<o:p></o:p></span></address>
<address>
</address>
<address><span
style="font-size:10.0pt;font-family:"Arial","sans-serif""
lang="DE">9020 Klagenfurt am Wörthersee, Arnulfplatz 2,
Österreich<o:p></o:p></span></address>
<address>
</address>
<address><span
style="font-size:10.0pt;font-family:"Arial","sans-serif""
lang="DE"><o:p> </o:p></span></address>
<address>
</address>
<address><span
style="font-size:10.0pt;font-family:"Arial","sans-serif""
lang="DE">T +43 (0)463 525-1420<o:p></o:p></span></address>
<address>
</address>
<address><span
style="font-size:10.0pt;font-family:"Arial","sans-serif""
lang="DE">F +43 (0)463 525-1679<o:p></o:p></span></address>
<address>
</address>
<address><span
style="font-size:10.0pt;font-family:"Arial","sans-serif""
lang="DE">E
<a href="mailto:norbert.pillmayr@kelag.at">norbert.pillmayr@kelag.at</a><o:p></o:p></span></address>
<address>
</address>
<address><span
style="font-size:10.0pt;font-family:"Arial","sans-serif""><a
href="http://www.ak-energie.at/">http://www.ak-energie.at/</a><o:p></o:p></span></address>
<address>
<span
style="font-size:10.0pt;font-family:"Arial","sans-serif""
lang="DE"></span></address>
<br>
</body>
</html>