[Pluslucis] Vorträge über Nobelpreise 2011 für Physik und für Chemie/8.11.2011/Uni Wien

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So Okt 30 11:39:47 CET 2011


Chemisch-Physikalische Gesellschaft

EINLADUNG
zu den Vorträgen von

Priv.-Doz. Dr. Daniel Grumiller
Institut für Theoretische Physik, Technische Universität Wien

Die unerträgliche Leichtigkeit des Nichts -
Der Physiknobelpreis 2011 für die Entdeckung der beschleunigten 
Expansion des Universums

und

Em.O.Univ.Prof. Dr. Jürgen Hafner
Computergestützte Materialphysik, Universität Wien

Quasikristalle - Nobel-Preis für Chemie 2011


Ort: 	Lise-Meitner-Hörsaal, Fakultät für Physik, Universität Wien,
	1090 Wien, Strudlhofgasse 4 / Boltzmanngasse 5, 1. Stock
Zeit:   Dienstag, 8. November 2011, um 17:30 Uhr

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Physiknobelpreis 2011 für die Entdeckung der beschleunigten Expansion 
des Universums
Abstract:
Die bahnbrechenden Experimente von Perlmutter, Riess und Schmidt waren 
ein Meilenstein auf dem Weg zu dem Standardmodell der Kosmologie. Die 
einfachste Erklärung der beschleunigten Expansion des Universums ist 
durch eine kosmologische Konstante, oft auch "Dunkle Energie" genannt. 
Der ungewöhnlich kleine Wert dieser Konstante, 10-123, ist eines der 
großen ungelösten Rätsel der heutigen Physik. Die einzige Erklärung die 
bisher gefunden worden ist führt zu der kontroversiellen Idee eines 
Multiversums. Ich erkläre in meinem Vortrag diese Zusammenhänge.
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Quasikristalle - Nobel-Preis für Chemie 2011
Abstract:
Die Verleihung des Nobel-Preises für Chemie an Daniel Shechtman zeichnet 
seinen Beitrag zur Entdeckung der Quasikristalle aus. Quasikristalle 
sind geordnete Festkörper mit einer "nicht kristallographischen" 
Rotationssymmetrie und quasi-(fast-)periodischer Translationsordnung. 
Die Existenz solcher Strukturen widerspricht dem fundamentalen Gesetz 
der Kristallographie, dass nur zwei-, drei- vier- oder sechszählige 
Drehachsen mit Translationsperiodizität vereinbar sind. Die zuerst 
entdeckten Quasikristalle waren metastabile Legierungen mit 
ikosaedrischer (fünfzähliger) Punktgruppe. Heute kennen wir stabile 
Quasikristalle fünf-, acht-, und zehnzähliger Symmetrie.
Quasikristalle haben faszinierende strukturelle, physikalische und 
chemische Eigenschaften. Ihre in drei Dimensionen 
nicht-kristallographische Struktur kann in höher-dimensionalen Räumen 
als geordnete, periodische Struktur dargestellt werden. Sie sind zwar 
nicht translations-periodisch, besitzen aber die Eigenschaft der 
Selbstähnlichkeit unter Skalentransformation. Quasikristalle sind harte, 
spröde Materialien mit ungewöhnlichen Transporteigenschaften und sehr 
geringen Oberflächenenergien. Kristalline Materialen haben wegen der 
Existenz von Bloch-Wellen eine hohe elektronische und thermische 
Leitfähigkeit. In Quasikristallen fehlen solche kollektiven Prozesse, 
ihre Transporteigenschaften gleichen mehr jenen in amorphen Materialien. 
Die geringe Oberflächen-Energie führt zu niedrigen Reibungskoeffizienten 
und hoher chemischer Resistenz. Aber auch nach 25 Jahren sind viele 
ihrer Eigenschaften noch nicht völlig erklärt.
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Mit besten Grüßen

Christl Langstadlinger
Universität Wien, Fakultät für Physik
1090 Wien, Boltzmanngasse 5, AUSTRIA
Tel: +43-1-4277 51108
Fax: +43-1-4277 9511
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